Verwaltungsgemeinschaft Harzvorland-Huy - Schachdorf Ströbeck,Schachdorf Ströbeck + Informationen
 

Gemeinde Schachdorf Ströbeck

 

 

 

 

Zwischen Goslar und Halberstadt liegt, unmittelbar vor den Toren des alten Bischofssitzes Halberstadt, das weit über die Grenzen der Bundesrepublik bekannte "Schachdorf Ströbeck" mit 1172  (Stand 30.06.2005) Einwohnern. Im Harzvorland hat sich ein großer Teil deutscher Geschichte abgespielt. Die Städte Goslar, Wernigerode, Halberstadt, Quedlinburg, Gernrode und Ballenstedt sind Stätten mit historisch bedeutsamer Vergangenheit. Das Dorf Ströbeck, an einer uralten Handelsstraße - der sogenannten "Salzstraße" von Halle/Saale nach Westfalen - gelegen, war ehemals eine Vogtei der Bischöfe von Halberstadt. Urkundlich erwähnt wurde Ströbeck erstmals in einer Schenkungsurkunde Otto II. an das Kloster Drübeck im Harz aus dem Jahre 995. Ströbeck liegt etwa 7 km westnordwestlich von Halberstadt am Ströbecker Fliess. Seit 1991 trägt das Dorf die Bezeichnung "Schachdorf Ströbeck”, da die Geschichte des Dorfes wesentlich vom Schachspiel bestimmt ist. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1878, nachdem die ursprüngliche Kirche durch einen Brand nach Blitzschlag zerstört wurde. Nur der romanische Turm ist übrig geblieben.

 

 

Aus der Dorfchronik

 

Eine zweite noch vorhandene Urkunde berichtet über eine Schenkung des Fleckens "Ströbecke" an das Stift Quedlinburg von Heinrich II. In seiner wechselvollen Geschichte war Ströbeck bis zum Jahre 1268 ein begehrtes Tauschobjekt zwischen den Bischöfen von Halberstadt, den Grafen von Regenstein und den Grafen von Hartesrode. 1268 kam Ströbeck dann endgültig in den Besitz der Domprobstei Halberstadt. Ströbeck führt in seinem Wappen das Schachbrett. An vielen Häusern und sogar in der Wetterfahne des Kirchturmes ist das Symbol zu sehen. Die Wetterfahne eines alten Wartturmes, heute unter dem Namen "Schachturm" bekannt, zeigt außer dem Schachbrett die Jahreszahl 1011. Die Überlieferung berichtet, dass im Jahre 1011 dem Bischof Arnulf II. von Halberstadt von Heinrich II. ein Wendenherzog namens Gunzelin als Gefangener überwiesen wurde. Der Bischof ließ ihn in Ströbeck in den heute noch vorhandenen Wartturm sperren und setzte die Ströbecker Bauern zu seinen Wächtern ein. Die Langeweile quälte nicht nur den vornehmen Gefangenen, sondern auch seine Bewacher. Gunzelin erbat sich von den Wächtern ein scharfes Messer und Holz, schnitzte 32 Schachfiguren und malte ein Schachbrett auf den Tisch. Schliesslich lehrte er seine Wächter das Spiel, das von Generation zu Generation weitergetragen wurde. Man spielte in Familien, im Dorfgasthaus und in den Spinnstuben. Dies geschah zu jener Zeit, als das Schachspiel bestenfalls an Fürstenhöfen und in Klöstern bekannt war. Trotz der fast vollständigen Verwüstung des Dorfes im Dreißigjährigen Krieg ist diese Tradition bis heute erhalten geblieben. Es wurde Brauch und Tradition, dass die Männer von Ströbeck jedesmal den durchreisenden neuen Landesherren auf dem Dorfanger zu einer Partie Schach auffordern durften. Im 17. Jahrhundert kamen kurbrandenburgische Beamte nach Ströbeck, die mit den Bauern um die Staatssteuern spielen mussten. Die Bauern blieben regelmäßig Sieger, und die Abgaben blieben ihnen erlassen. Den grossen Kurfürsten wunderte es, dass seine Beamten jedesmal gegen die Bauern ihr Spiel verloren geben mussten. Am 13. Mai 1651 kehrte auch er in Ströbeck ein und setzte sich, wie in der Chronik berichtet wird, nach alter Sitte auf freiem Feld mit den Bauern vor das Schachbrett. Der Ehrgeiz der Ströbecker wurde geweckt und sie ließen sich selbst von ihrem Kurfürsten auf dem Schachbrett nicht in die Enge treiben. Die Partie wurde zu ihren Gunsten entschieden. Als Anerkennung schenkte der Kurfürst den Ströbeckern ein kostbares Schachbrett, das heute im Schachmuseum zu sehen ist. Das in der Mitte des Rahmens eingelassene Wappen Kurbrandenburgs trägt folgende Inschrift:

 

"Dass Sereniß, Curfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg und Fürst zu Halberstadt, Herr Friedrich Wilhelm, dieses Schach-und Curierspiel am 13.Mai 1651 dem Flecken Ströbecke aus sondern Gnaden verehret und bei ihrer alten Gerechtigkeit zu schützen gnädigst zugesagt, solches ist zum ewigen Gedächtnis hierauf verzeichnet."

 

 

Wappen

 

Wappen Schachdorf Ströhbeck

In rot ein übereck gestelltes, schwarz-weiß geschachtetes Schachbrett mit 64 Feldern. n Schachbrett ist das alte Siegelbild des bekannten Schachdorfs.

 

 


Kontakt

 

Gemeindebüro:

Gemeinde Schachdorf Ströbeck
Platz am Schachspiel 97
38822 Schachdorf Ströbeck


 

Bürgermeister:

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Danstedter Straße 248
38822 Schachdorf Ströbeck

Gemeinderat:

Rudi Krosch
Söllig, Volker
Ledderbohm, Maik
Kothe, Knut
Adams, Gordon
Engelbrecht, Frank
Müller, Jens
Krosch, Achim
Odenbach, Udo
Schellbach, Ina
Matthies, Angela
Karasch, Sigrid

Bankverbindung
Harzsparkasse
Konto 310 126 606
BLZ 810 52000

Kassenstunden:
gemäss den Öffnungszeiten
der Verwaltungsgemeinschaft
 

 

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